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Ist Ostersamstag ein Feiertag? – Erklärung

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Die Osterfeiertage jagen den meisten Menschen große Angst ein: Kann es denn wirklich sein, dass die Supermärkte nun von Karfreitag bis Ostermontag geschlossen haben? Das wäre ja über eine halbe Woche lang. Dem ist aber nicht so: Der Ostersamstag nämlich ist überhaupt kein Feiertag und damit gilt: Shoppen wie gewohnt. Aber Achtung, es kann regional auch Ausnahmen geben.

Der Ostersamstag ist kein Feiertag

Obwohl der Ostersamstag kein Feiertag ist, kann pauschal nicht davon ausgegangen werden, dass alle Läden und Geschäfte wie immer geöffnet haben. Kleinere Geschäfte nämlich können trotzdem geschlossen haben und eine „Osterferien“-Woche einlegen. Es bietet sich sonst kaum an für Selbstständige so lange am Stück Ferien machen zu können.

Große Supermärkte und Ketten allerdings lieben den Ostersamstag ganz besonders, denn der Umsatz schießt in die Höhe. Fast jeder kauft an diesen Tagen Lebensmittel ein und versorgt sich für die kommenden beiden Feiertage – den Ostersonntag und den Ostermontag. Der nämlich bleibt bundesweit ein Feiertag.

Urlaub über Ostern

Viele Menschen nutzen die Osterwoche – auch Karwoche genannt – für einen Urlaub. Kein Wunder also, dass auf den Straßen zu dieser Zeit die Hölle los ist. Über Ostern haben nämlich auch alle Bundesländer Ferien und den Karfreitag bis Ostermontag nutzen daher bundesweit Familien für einen Kurzurlaub oder hängen noch ein paar Tage dran und fliegen weg. Die beste Voraussetzung also für lange Staus.

Da am Ostersamstag und am Samstag im Allgemeinen nicht die Mehrheit der Menschen arbeiten muss, haben viele gleich 5 Tage am Stück frei – Ohne hierfür einen einzigen Tag Urlaub nehmen zu müssen.

Wenn die letzte Woche der Fastenzeit beginnt, dann beginnt so langsam Ostern. Es handelt sich dabei um die Karwoche. Es handelt sich um die Trauerwoche. In der Trauerwoche vor dem Osterfest feiert die katholische Kirche vom Gründonnerstag bis zum Ostermontag. Am Karfreitag findet jedoch keine Messe in der Kirche statt, sondern lediglich nur ein Gottesdienst.

Die Unterschiede zur evangelischen Kirche

Die evangelische Kirche feiert den Karfreitag als den höchsten Feiertag im gesamten Kirchenjahr. Die katholische und evangelische Kirche erlitten Streitigkeiten bezüglich dieser Vorgehensweise. Somit wurde der Karfreitag als gesetzlicher Feiertag geschützt. Doch der Karsamstag ist kein gesetzlich geschützter Feiertag. Am Karfreitag wird den Todesstunden von Jesus Christus gedacht. Der Karsamstag steht für die Grabesruhe. In vielen Regionen und Bundesländern ist der Karsamstag ein Tag, an dem die Geschäfte offen haben. In der Regel ist im gesamten Bundesgebiet alles offen, selbstverständlich gibt es Ausnahmen. Kleine inhaberbetriebene Geschäfte schließen durchaus am Karsamstag, um sich einige Tage Ferien zu gönnen.

Stiller Samstag oder Ostersamstag?

Es gibt nicht nur die Bezeichnung Karsamstag, sondern Ostersamstag oder Stiller Samstag. Die Kirche selbst verwendet den Begriff „Karsamstag“ nicht. Denn der Ostersamstag wird von der katholischen als der Folgesamstag nach Ostern angesehen. Die Geschäfte haben regulär offen und es ist ebenso kein gesetzlicher Feiertag. Auf diesen von der Kirche benannten Karsamstag folgt der weiße Sonntag.

In der Regel ist der Begriff „Ostersamstag“ sehr geläufig und der Tag wird als der Samstag zwischen Karfreitag und Ostersonntag verstanden. Traditionell wird am Karsamstag getrauert und gleichzeitig wächst die Freude auf das Osterfest. Je nach Bundesland gibt es Einschränkungen, was die Tanzveranstaltung und Volksfeste am Karfreitag betrifft. Karsamstag hingegen läuft alles in den Bereichen wieder normale. Manche Bundesländer erlauben am Karfreitag ab einer gewissen Uhrzeit wieder Tanzmusik.

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