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Meine Schwester will nichts mehr mit mir zu tun haben – was tun?

Meine Schwester will nichts mehr mit mir zu tun haben

Es gibt viele Gründe, warum Geschwister sich nicht verstehen. Manche gründen in der Kindheit. Die Eltern hatten ein Lieblingskind und das andere litt darunter. Dann herrschte ein ständiger Konkurrenzkampf.
Es kann aber genauso sein, dass ein Kind sich im schwierigen Elternhaus gegen die Eltern gewehrt hat und das andere musste die Situation alleine ertragen. Und darum ist es im Erwachsenenalter auch schlecht auf das Geschwisterkind zu sprechen.
Hauptgründe sind immer mit Neid, Eifersucht und Wut verbunden. Das sind alles starke Emotionen, die keiner so leicht abschütteln kann. Eine harmonische Familie zu haben, ist vielen wichtig und es lebt sich damit auch besser. Nachfolgend bekommen Sie Vorschläge, um einen Weg zu finden, das Problem anzugehen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Aussprache anregen
  • einen Brief oder eine Mail schreiben
  • ein Wochenendtrip oder ein gemeinsamer Urlaub
  • Vergeben und verzeihen

Eine Aussprache herbeiführen

Das Beste, was Sie tun können, ist immer über bestehende Probleme zu reden. Das setzt voraus, dass eine vernünftige Diskussion möglich ist. An einem neutralen Ort fällt das Reden auch oft leichter als in den eigenen vier Wänden. Zu Hause entgleisen die Emotionen viel schneller.
Das Gespräch sollte auf einer sachlichen Ebene stattfinden. Gegenseitige Vorwürfe bringen da keinen weiter. Hören Sie ihrer Schwester ruhig zu, warum sie so verärgert ist.

Vieles ist in der Kindheit begründet. Haben die Eltern ein Kind bevorzugt, musste das andere Kind immer mehr um die Aufmerksamkeit und die Liebe kämpfen. Das hinterlässt Spuren auf der Seele eines Kindes und späteren Erwachsenen. Aber das bevorzugte Kind kann ja nichts dafür, so behandelt worden zu sein. Die Schuld liegt bei den Eltern. Das erkennen viele erst im Erwachsenenalter.

Einen Brief schreiben oder eine Mail schicken

Lehnt die Schwester eine Aussprache ab oder fällt es Ihnen besonders schwer, darüber zu reden, hilft es, einen Brief oder eine Mail zu verfassen. In dem Brief können Sie ihrem Wunsch nach einem normalen Geschwisterverhältnis Ausdruck verleihen. Sie legen Ihren Standpunkt dar, auch hier ohne Vorwürfe. Am besten mit den Punkten, warum Sie gerne mit ihrer Schwester ausgesöhnt sein möchten.

Natürlich kann es passieren, dass Sie auf den Brief keine Antwort erhalten. Sie wissen dabei nicht, ob ihre Schwester den Brief gelesen hat und sauer ist oder ob er ungeöffnet im Müll landete. Beides ist möglich.

Einen gemeinsamen kurzen Urlaub vorschlagen

Zusammen eine kleine Reise zu machen, ist auch eine echte Möglichkeit. In einer schönen Region, vielleicht noch aus Kindheitstagen in schöner Erinnerung, sind beide Seiten entspannter.
Anknüpfend an glückliche Erlebnisse fallen schwere Gespräche leichter. Bei einem ausgedehnten Spaziergang oder einem leckeren gemeinsamen Essen können Sie die Situation locker besprechen.

Die Reise kann aber auch an einen Ort gehen, wo sie beide seit Ewigkeiten hin wollten. Das hat den Vorteil, dass es ein gemeinsamer Wunsch ist und Sie in dem Punkt sich schon mal einig sind.

Verzeihen und Vergeben, Frieden schließen mit Vergangenem

Wenn diese Vorschläge nichts bringen oder gar nicht erst angenommen werden, ist es Zeit zu akzeptieren. Wenn die Schwester auf keinen Fall mehr Kontakt möchte, ist das so. Versuchen Sie ihr zu verzeihen, sie kann nicht anders und Sie befreien sich von einer Last.
Mit der Gewissheit, für sich selbst alles versucht zu haben, lebt es sich leichter. Respektieren Sie den Entschluss Ihrer Schwester und schließen Sie Frieden mit der Vergangenheit, sie lässt sich nicht mehr ändern.

Es bewahrheitet sich der Spruch „Familie kann man sich nicht aussuchen, nur Freunde“. Es gibt Probleme, die sich einfach nicht lösen lassen. Darum sollte man für sich einen Weg suchen, wie man damit am besten leben kann.

Fazit

Die Situation ist nicht ausweglos. Wenn die Schwester nichts mehr mit einem zu tun haben will, gibt es mehrere Möglichkeiten. Das ist zum einen, über die Probleme zu reden. Zum anderen hilft es auch, die Schwierigkeiten in einem Brief zu benennen. Eine dritte Möglichkeit ist ein gemeinsamer Trip über das Wochenende oder einfach ein paar Tage gemeinsamer Urlaub. In entspannter Atmosphäre, wenn es bei beiden besser geht, lässt sich vieles klären.

Ist als dies nicht möglich, bleibt noch das Verzeihen und vergessen. Die Situation ist festgefahren und vergangenes lässt sich nicht ändern. Nach vorne blicken und Frieden schließen.

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