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Unsozial & asozial – was ist der Unterschied?

  • by Anatoli Bauer

Sich in der Gesellschaft zu integrieren, ist schon lange ein Bestandteil von Kulturen. So haben bereits die Römer ganze Bevölkerungsgruppen in das römische Reich integriert. Im folgenden Ratgeber wollen wir uns mit den Unterschieden zwischen Asozialität und Unsozialität beschäftigen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

Was Asozialität?

Wenn man einen Menschen als asozial beschimpft, dann bezeichnet man damit, dass dieser Mensch nicht in die gesellschaftliche Norm passt. Dieser Begriff wird daher in den meisten Fällen als abwertend empfunden. Rein wissenschaftlich betrachtet, handelt es sich hierbei um einen Oberbegriff. Hierbei entspricht der Begriff asozial weitestgehend dem Begriff unsozial. Ein Synonym dazu ist der Begriff antisozial. Im Sprachgebrauch meint man diesen Begriff, dass eine Gruppe oder eine Person mit seinen Handlungen gegen die gesellschaftlichen Normen verstößt. Alternativ hierzu verstößt die Person gegen Interessen von Mitgliedern der Gesellschaft.

Allerdings muss man auch beachten, dass der Begriff auch schon oft missbraucht worden ist. So wurden mit diesem Begriff auch schon oft ganze Gruppen vorverurteilt, welche nicht den geforderten Normen entsprachen. Vor allem zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurde dieser Begriff auch politisch missbraucht, um so minderwertige eingeschätzte Personen zu brandmarken. Bis heute fallen unter asoziale Menschen wie Obdachlose, Bettler, Erwerbslose, Suchtkranke und andere Gruppen. Kurz gesagt, werden so Randgruppen der Gesellschaft bezeichnet.

Der Begriff der Asozialität geht hierbei auf die Zeit des Nationalsozialismus und der DDR zurück. Hierbei wurde dieser Begriff genutzt, um bestimmte Bevölkerungsgruppen zu jener Zeit auch juristisch verfolgen zu können. So konnten zur Zeit des Nationalsozialismus nur so Menschen in Konzentrationslagern interniert werden. Darüber hinaus schaffte man so auch eine Spaltung der Gesellschaft und die entsprechenden Personengruppen wurden ausgegrenzt.

In der Zeit der DDR hingegen wurde dieser Begriff als herabwürdigend für jugendliche Strukturen wie Hippies oder auch Punks angewendet. Diese Personengruppen galten zu jener Zeit als verwahrlost, unkultiviert und waren zu weit weg von der gesellschaftlichen Norm.

Was ist eine Unsozialität?

Wenn man von einem unsozialen Menschen spricht, dann wird hier eine Person genannt, welche nicht in einer Gemeinschaft leben kann. Diese Person hat zudem Mühe, sich in der Gesellschaft zu integrieren. Menschen, die nicht verträglich sind, können sich ihrer Lage durchaus bewusst sein. Vor allem, wenn dieser Faktor zutrifft, leiden die Menschen sehr darunter. Diesen Leidensdruck haben die Menschen allerdings auch dann, wenn sich diese sozial verhalten.

Ein Mensch, welcher unsozial ist, wird sich bemühen seiner momentanen Lage zu entfliehen. Hierbei hat ein solcher Mensch allerdings Schwierigkeiten, dieser Lage zu entkommen. Die Bedeutung des Wortes unsozial hat allerdings auch noch weitreichendere Varianten. Die erste Variante wäre die bereits eingangs erwähnte Gleichsetzung mit dem Wort asozial.

Eine weitere Bedeutung ist ein unmenschliches Verhalten. Also man ist im Sinne Gefühlslos, roh oder auch unmenschlich. Darüber hinaus können auch so Menschen bezeichnet werden, welche der Gemeinschaft gezielt Schaden wollen.

Fazit

Man erkennt also, dass es zwischen den beiden Begriffen erhebliche Unterschiede gibt. Ist man innerhalb der Gesellschaft unangepasst beziehungsweise das eigene Verhalten wird von der Gesellschaft nicht akzeptiert, so ist man asozial. Ist ein Mensch hingegen nicht der breiten Masse an Menschen nicht zuträglich und man verhält sich entsprechend daneben, so spricht man von einem unsozialen Verhalten.

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