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Warum ist Ostern immer an einem anderen Datum? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Einige der christlichen Feste richten sich in der Datierung nach dem jüdischen Kalender. Beide Religionen sind von Beginn an fest miteinander verbunden. Dies wird besonders in der Geschichte des christlichen Osterfestes deutlich. Jesus kam mit seinen Jüngern zum Pessachfest zusammen. Das Fest der „ungesäuerten Brote“ erinnert an die Befreiung Israels von Ägypten. Mit dem Auszug aus Ägypten beginnt die Geschichte Israels. Dieses Fest wollte Jesus mit den Jüngern feiern. Sie saßen zusammen und brachen gemeinsam das ungesäuerte Brot. Der Tag wird von den Christen als Gründonnerstag gefeiert. Er ist der erste Tag, an dem die Leidensgeschichte Jesu beginnt.

Datum Pessach:

Der jüdische Kalender ist ein Lunisolarkalender. Er richtet sich damit nach dem Mond. Ein reguläres Jahr hat 12 Monate, ein Schaltjahr besteht aus 13 Monaten. Das Jahr beginnt mit Rosch ha-Schana. Das Neujahrsfest findet immer am 1. Tischri statt. Mit diesem Monat beginnt das jüdische Jahr. Pessach findet am Vorabend des 15. Nisan statt. Da alle Monate als Mondmonate berechnet werden, wechseln die Daten im Vergleich zu dem gregorianischen Kalender, der für die Christen und säkularlebenden Menschen maßgeblich ist.

Datum Ostern:

Nachdem Gründonnerstag folgen anschließend der Karfreitag und der Karsamstag. In diesen Tagen wurde Jesus angeklagt und zum Tode verurteilt. Ostern folgt einen Tag später. Die Christen glauben, dass er an diesem Tag von den Toten auferstanden ist. Erst ab diesem Zeitpunkt wurde er als Christus bezeichnet. Da der Ablauf der Tage immer durch den jüdischen Kalender festgelegt wird, ändert sich das genaue Datum von Jahr zu Jahr.

Weitere christliche Feste:

Einige andere Feste werden dann im Bezug auf das Datum von Ostern im Jahr gefeiert. Karneval ist ein sehr weltliches Fest. Da es immer mit dem Beginn der Fastenzeit endet, richten sich auch die „tollen Tage“ nach dem jüdischen Kalender. 52 Tage vor dem Ostersonntag findet der Weiberfastnacht statt. Anschließend folgt die Zeit der Umzüge und Kostümierung, die insgesamt fünf Tage andauert. Rosenmontag und Veilchendienstag sind die Höhepunkte dieser Feier. Mit dem Aschermittwoch endet diese fröhliche Zeit. Es beginnt jetzt die Fastenzeit. Der Verzicht auf weltliche Genüsse soll auf das Leiden von Jesus vorbereiten. 47 Tage nach dem Veilchendienstag ist der Ostersonntag datiert.

Der Palmsonntag findet eine Woche vor Ostern statt. An diesem Tag ist Jesus mit seinen Jüngern in Jerusalem angekommen. 39 Tage nach Ostern findet das nächste christliche Fest statt. Christi Himmelfahrt lässt die gläubigen Christen daran denken, wie Jesus zu seinem Vater in den Himmel aufgefahren ist. Dieser Feiertag findet immer an einem Donnerstag statt. In Deutschland wird an diesem Tag auch der Vatertag gefeiert. Elf Tage später ist dann Pfingsten. Dieses Hochfest lässt daran denken, wie der „Heilige Geist“ über die Menschen herabgekommen ist. Fronleichnam ist immer 60 Tage nach Ostern. Daher fällt es ebenfalls immer auf einen Donnerstag. Die katholischen Christen ziehen in Prozessionen durch ihre Orte und beten an mehreren Altären. Hier steht noch einmal die Leidensgeschichte im Vordergrund.

Verbindung von Judentum und Christentum:

Jesus ist eine Person, die vor circa zweitausend Jahren gelebt hat. Seine Bedeutung für das Christentum ist durch die Erzählungen entstanden, die sich seit seiner Geburt verbreitet haben. Auch die Leidensgeschichte wurde von Geschichtsschreibern festgehalten. Daher wissen die Menschen noch heute, wie er gestorben ist. Sein Leben hat er als Jude verbracht. Auf diese Weise sind Judentum und Christentum für immer untrennbar verbunden. Erst nach seinem Tod entstand die Gemeinschaft der Gläubigen, die sich der neuen Religion verbunden fühlten. Die Bibel, das Buch, das den Christen ihre Geschichte nahebringt, ist unterteilt in das Alte und Neue Testament.

Das Alte Testament beschreibt Situationen und Gegebenheiten, die vor der Geburt Jesu geschehen sind. Das Neue Testament beginnt mit seiner Geburt. Es befasst sich mit seinem Leben und Sterben. Sein Wirken und Erlebnisse werden darin verdeutlicht. Das Neue Testament wurde erst im vierten Jahrhundert nach dem Sterben Jesu festgehalten. Die Kanonisierung legte fest, welche der existierenden Schriftstücke in der Bibel aufgenommen werden sollen. Diese Briefe und Evangelien prägen das Christentum bis heute.

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