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Warum sind Menschen neidisch? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Neid entsteht, wenn Menschen sich mit anderen Personen vergleichen und diese Person in gewissen Dingen besser ist, als man selbst. Neid hat viele Formen, gerade im Arbeitsleben kann Neid zu Mobbing und Ausgrenzung führen. Aber wo kommt der Neid überhaupt her? Ein britischer Wissenschaftler hat herausgefunden, dass Neid in der Natur des Menschen liegt. Selbst in der Steinzeit waren die Menschen manchmal neidisch auf den Jagd- oder Sammelerfolg ihrer Mitmenschen. Heutzutage geht es bei Neid nicht mehr darum, wer mehr Lebensmittel besitzt. Dabei muss Neid nicht zwangsläufig negativ sein.

Was passiert wenn wir neidisch auf unsere Mitmenschen sind?

Wir unterscheiden zwischen positiven und negativen Neid.

Negativer Neid:

Negativer Neid führt häufig zu Streit und zerstörten Freundschaften. So spielen wir bspw. die Erfolge eines Freundes herunter, nur weil man bspw. nicht selbst den Siegtreffer im Fußball erzielt hat. Wir sagen dann, das war nur Glück. Oder dein Mitspieler stand bei der Ballabgabe im Abseits, nur der Linienrichter hat es nicht bemerkt. Einen Hang zum Neid trägt jeder Mensch in sich.

Negativer Neid zeugt mangelndem Selbstbewusstsein und Freundschaften zerstören. Negativer Neid können auch Anzeichen von Depressionen sein.

Positiver Neid:

Neid kann manchmal sogar förderlich sein und uns als Ansporn dienen, etwas besser zu machen. Zum Beispiel hat der Mannschaftskollege im Fußball im letzten Spiel drei Tore geschossen, kann man anstatt das Herunterspielen sagen, ich werde viel trainieren und im nächsten Spiel schaffe ich es auch, Tore zu schießen.
Aus positiven Neid kann man Kraft und Energie gewinnen, seine eigene Leistung zu überprüfen und sich zu verbessern, ohne sich und seinen Mitmenschen das Leben schwer zu machen.

Negativen Neid überwinden, wie geht das?

Der erste Schritt um seinen Neid zu überwinden ist, dass man selbst erkennt, dass man nur neidisch auf seine Mitmenschen ist. Es ist auch überhaupt nicht schlimm, auf jemanden neidisch zu sein. Wichtig ist, dass man sich diese selbst auch eingesteht. Außerdem muss man damit aufhören, sich ständig mit anderen Menschen zu vergleichen. Häufig geht es beim Neid auch um Dinge einem persönlich wichtig, die man bspw. aufgrund einer Menge Überstunden zurzeit bewältigen kann. Wie das wöchentliche Fußballtraining mit Freunden. Überlegen Sie wie diesem Missstand Abhilfe geschafft werden kann? Vielleicht lässt der Chef mit sich reden, Sie mal einen Tag in der Woche früher nach Hause zu lassen.

Konzentrieren Sie sich nicht zu sehr auf das, was Ihre Mitarbeiter oder Mitmenschen haben, sondern konzentrieren Sie sich auf sich. Überlegen Sie genau brauchen Sie auch das neuste I-Phone oder das neuste Auto, nur weil Ihr Arbeitskollege so etwas besitzt? Warum entsteht in Ihnen der Wunsch, auch das neuste I-Phone zu besitzen? Seien stattdessen lieber dankbar, für das was Sie besitzen und was Sie in Leben bisher erreicht haben. Dabei ist es ganz egal, ob Sie plötzlich zum Abteilungsleiter in Ihrer Firma aufgestiegen sind, oder ob Sie nach Krankheit oder Arbeitslosigkeit nach langer Zeit wieder den Sprung ins Arbeitsleben schaffen. Auch wenn es sich für den Anfang erst einmal um einen 1 Euro Job handelt.

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