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Was sagt man, wenn jemand stirbt? – Beispiele

  • by Anatoli Bauer
Was sagt man, wenn jemand stirbt

Welches sind die passenden Worte für Menschen, die einen Todesfall erlitten haben? Wie drückt man am besten sein Mitgefühl aus und spendet Trost?

Wenn Menschen einen solchen Verlust erlitten haben und trauern, dann brauchen sie neben konkreter Hilfe vor allem Verständnis für ihre Situation, mitfühlende Worte und Gesten und das Gefühl, in ihrem Schmerz nicht alleine zu sein.

Aber es ist nicht ganz leicht, sein Beileid richtig und gleichzeitig angemessen zu bekunden. Denn jeder Trauerfall ist anders und Leid ist eine Gefühlssache, bei der nicht jeder Mensch gleich reagiert. Es kommt außerdem auch darauf an, in welcher Beziehung wir zum Trauernden stehen, wie nahe wir ihm/ihr sind.

Grundregeln für mündliche Beileidsbekundungen

Es gibt es einige Grundregeln, die im Grunde immer gelten und die dabei helfen, unser Beileid richtig auszudrücken. Oft geschieht das bei einer persönlichen Begegnung mündlich. Dann müssen wir wir spontan reagieren und uns schnell überlegen, was wir sagen, um den/die Trauernde nicht zu verletzen. Manche unüberlegten Sprüche können dies nämlich durchaus ungewollt tun.

1. Sätze wie zum Beispiel „Es wird schon wieder“, „Kopf hoch, Du schaffst das schon“, oder „Sieh einfach nach vorn“ sollten wir einem/einer Trauernden zu Beginn nicht sagen. Sie spenden bei frischer Trauer keinen Trost und führen eher dazu, dass sich der/die Betreffende im Schmerz alleingelassen fühlt. Ist ein Kind gestorben, wäre es auch ganz falsch, wenn wir zum Beispiel sagen „Du bist noch jung, kannst weitere Kinder bekommen“. Ebenso falsch wäre es einer Witwe zu erklären, „Du findest schon wieder einen neuen Mann, der dich liebt“. Diese Sprüche bieten in der aktuellen Lage keinerlei Trost und würden zum Ausdruck bringen, dass wir die Tiefe des Leides des /der Anderen nicht ernst nehmen und nicht wirklich würdigen.

Sehr viel besser ist es zum Beispiel, wenn wir sagen:

  • „Es tut mir von Herzen leid, was Dir/Ihnen widerfahren ist“
  • „Ich fühle mit Dir/Ihnen und bin erschüttert über die Nachricht“
  • „Ich weiß, wie groß der Schmerz über einen solchen Verlust ist und finde kaum Worte“
  • „Wie geht es Dir/Ihnen? Wie geht es der Familie? Kann ich Dir/Ihnen irgendwie helfen?“
  • „Der/die Verstorbene musste sehr leiden, nun ist er/sie erlöst“
  • „Er/Sie würde sicher nicht wollen, dass Du so traurig bist
  • „Jemanden Nahestehenden zu verlieren ist immer sehr schwer.“

Wer allerdings Sorge hat, die richtigen Worte nicht zu finden, kann dem/der Trauernden auch ganz einfach still die Hand drücken, oder nahestehende Menschen auch ganz einfach nur tröstend in den Arm nehmen und mit ihnen zusammen weinen. Eine Geste kann manchmal mehr sagen, als jedes Trostwort es könnte.

Grundsätze für Beileidsschreiben

Manchmal kann es auch angebracht sein, sein Mitgefühl schriftlich auszudrücken. So stört man die Hinterbliebenen in der ersten Zeit der Trauer nicht. Eine Trauerkarte, ein Trauerbrief kann in Ruhe verfasst und zu einem gewünschten Zeitpunkt gelesen werden. Was in einem solchen Brief stehen sollte, hängt natürlich auch von der Beziehung zum Trauernden und zum Verstorbenen ab. Es gibt im Internet viele für alle Situationen passende Trostsprüche und tröstenden Texte. Wichtig ist auf alle Fälle, solch eine Karte, einen solchen Brief handschriftlich zu schreiben. Gedruckte Trauernachrichten wirken kalt und uninteressiert. Auch Bibelsprüche und andere religiöse Formulierungen sollten ebenfalls unterbleiben, es sei denn, man weiß ganz sicher, dass der Empfänger/die Empfängerin tatsächlich in einer bestimmten Weise gläubig ist.

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