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Ramadan: Darf man den/die Partner/Partnerin treffen? – Aufklärung

Ramadan: Darf man den/die Partner/Partnerin treffen

Diese Aktivitäten sind im Ramadan erlaubt

Geht es um die Frage, ob es erlaubt ist, während des Ramadans Kontakt mit dem Partner zu haben, ist zuerst zu definieren, um welche Art von Partnerschaft es sich handelt. Ist man miteinander verheiratet, darf man den Ehemann oder die Ehefrau natürlich sehen. Andernfalls ist es strikt verboten, sich zu treffen – es sind außereheliche Beziehungen im Islam übrigens generell untersagt. In diesem Beitrag erfahren Leser, welche Aktivitäten mit ihrem Partner während der Fastenzeit erlaubt sind.

Was ist der Zweck des Ramadan?

Der sogenannte „Fastenmonat“ findet einmal pro Jahr statt. Dabei richtet sich der Zeitpunkt nach dem Mondkalender, wobei der Ramadan auf den neunten Monat im islamischen Kalender fällt. Es verschiebt sich die Fastenzeit jährlich um zehn bis elf Tage nach vorne. In der Zeit des Ramadan widmen sich gläubige Muslime ganz Allah. Sie beten also besonders häufig, um ihm nah zu sein. Gleichzeitig verzichten sie auf Dinge und Verhaltensweisen, die sie von ihrem Glauben ablenken könnten. Hierbei handelt es sich in der Regel um Aktivitäten, die man nur zum Vergnügen macht – in diese Kategorie fallen unter anderem das laute Hören von Musik oder das Rauchen.

Viele Menschen fasten während dieser Zeit zwischen Morgengrauen und Sonnenuntergang auch einen Monat lang. Das heißt, dass sie in dieser Zeitspanne weder essen noch trinken. Davon ausgenommen, sind Kinder, alte und kranken Menschen sowie schwangere Frauen. Fastende sollen zudem Streit unterlassen und sich ihren Mitmenschen gegenüber nett verhalten. Nach dem Sonnenuntergang ist das Essen wieder erlaubt. Dabei kommen viele Familien zusammen, um gemeinsam zu beten oder aus dem Koran zu lesen.

Vor Sonnenuntergang ist der sexuelle Kontakt zum Ehepartner ebenfalls nicht erlaubt. Doch in der Nacht ist es durchaus gestattet, Geschlechtsverkehr zu haben. Das gilt natürlich nur für verheiratete Paare. Gläubige sollten bedenken, dass außereheliche Beziehungen im Islam immer verboten sind.

Partner müssen sich intim beherrschen

Während der Fastenzeit ist es also die Pflicht beider Partner, sich zu beherrschen. Sie dürfen sich zwar umarmen oder küssen, allerdings sind Orgasmus und Ejakulation zu vermeiden.

Findet der Geschlechtsverkehr nach Sonnenuntergang statt, muss danach die Ganzkörperwaschung erfolgen. So reinigt man die „Unreinheit“ nach dem Akt, wodurch danach das Beten wieder möglich ist. Vollzogen wird die Ganzkörperwaschung unter der Dusche. Sie ersetzt so auch die Gebetswaschung.

Zuerst nimmt man dafür das Wasser in den Mund und spült diesen dreimal aus – denselben Prozess wiederholt man über die Nase. Zu guter Letzt ist der gesamte Körper mit Wasser zu umschließen.

Dieser Prozess ist auch nach dem Geschlechtsverkehr während er Menstruation zu vollziehen. Nur so ist man danach wieder rein genug, um zu beten.

Fazit – während der Fastenzeit steht Allah im Fokus

Der Ramadan ist die Zeit, in der sich Gläubige verstärkt Allah widmen und häufig beten. Sie dürfen gleichzeitig untertags weder essen und trinken, noch Geschlechtsverkehr haben. Erst nach Sonnenuntergang sind diese Aktivitäten wieder erlaubt. Allerdings müssen Paare nach dem Sex die Ganzkörperwaschung vollziehen. Nur so sind sie danach wieder rein genug für das Gebet.

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