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Wer gratuliert wem zum Muttertag und wie? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer
Wer gratuliert wem zum Muttertag und wie

Ob der Mutter- oder Vatertag, dieser Tag wird traditionell in der Familie gefeiert. Die Mutter bekommt Blumen oder wird von den anderen Familienmitgliedern zum Essen eingeladen. Die Familie trifft sich und an diesem Tag und soll die Mutter in ihrer zentralen Familienrolle ehren. Durchaus wird ihr das Frühstück im Idealfall ans Bett gebracht. Der ganze Tag gehört mit viel Liebe und Aufmerksam ihr alleine.

Woher kommt der Muttertag?

Aus den USA schwappt schon immer vieles nach Europa rüber. So ist es ebenso mit dem traditionellen Muttertag geschehen. Entgegen der Annahme, dass der eingeführte Muttertag jedes Jahr im Mai aus der Zeit des Nationalsozialismus stammt, erfand die amerikanische Frauenrechtlerin Anna Jarvis diesen Tag. Letztlich nutzen die Nazis lediglich die schon eingeführte Tradition für Ihre Propaganda. Das Anliegen der Amerikanerin war, durch den Tod Ihrer Mutter im Jahr Anfang 1905 auf die Mutterrolle aufmerksam zu machen. Anna Jarvis erkämpfte und forderte den Muttertag ein. Einmal im Jahr sollte die Mutter geehrt und verwöhnt werden.

Wie kam es zur Festlegung des Muttertages?

Der US-Präsident Woodrow Wilson etablierte im Jahre 1914 den landesweiten Muttertag. Festgelegt wurde, dass am zweiten Maisonntag eines Jahres die Mutter geehrt wird. In Deutschland fällt der Muttertag auf den Feiertag Christi Himmelfahrt. Der Muttertag wurde erst im Jahre 1923 in Europa durch Floristikorganisationen aufgegriffen. Im Laufe der Jahrzehnte verblasste allmählich die Bedeutung des Muttertages. Blumen werden der Mutter von den Kindern überreicht und die Mutter kümmert sich trotzdem um Haushalt und Kinder. Der eigentliche Sinn, die Mutter an diesem Tag zu entlasten, ist in den Hintergrund geraten.

Wer gratuliert wem am Muttertag?

Selbstverständlich gratulieren die Kinder der Mutter möglichst morgens zum Muttertag. Gerne wird ein Blumenstrauß überreicht oder die Kinder haben im Kindergarten oder in der Schule für die Mutter etwas gebastelt, gedichtet oder gemalt.

Im Prinzip kann jeder der Mutter gratulieren. Der Vater der Kinder, der neue Partner, der Schwiegervater oder der Freundeskreis. Vorrangig sollen die Kinder der Mutter gratulieren und damit der Mutter ihre Wertschätzung kundtun. Im Idealfall werden morgens Blumen gekauft und der Mutter überreicht. Ein handgeschriebenes Gedicht oder ein persönlicher Brief unterstreichen die Übergabe der Blumen und damit die Bedeutung des traditionellen Tages. Erwachsene Kinder, welche ausgezogen sind und weiter weg wohnen, nutzen gerne den Tag, die Mutter zu besuchen und den gesamten Tag mit ihr zu verbringen.

Es gibt keine feste Linie

Es existiert keine Kniggevorgabe, wer wem zum Muttertag gratulieren darf. Eine nette Gratulation von der Nachbarin, der Kellnerin im Restaurant oder vom Tankwart, jeder darf: „Alles Gute zum Muttertag“ wünschen. Jedoch verstößt niemand dieses Personenkreises gegen Regeln, wenn keine Gratulation erfolgt.

Die Kinder sollten stets gratulieren und dies möglichst am Morgen bzw. am Vormittag. Eine Mutter fühlt sich sehr gekränkt, wenn die Gratulation erst am Abend erfolgt. Denn letztlich beinhaltet der Begriff „Muttertag“ ebenso das Wort „Tag“. Dieser Tag gehört voll und ganz der Mutter.

Dieser Fauxpas sollte nicht passieren

Der Muttertag gerät immer wieder in die Kritik. Es handele sich doch letztlich nur um eine Geldmacherei der Floristikbranche. Zwingend müssen keine Blumen gekauft werden. Doch den Tag zu ignorieren wäre für die Mutter beschämend. Es geht um die Anerkennung der Mutter und ihr eine Freude an diesem Tage zu bereiten. Die Freude für die Mutter kann das gemeinsame Familienfrühstück sein. Ein kleines Geschenk kann gebastelt bzw. gekauft werden oder der gemeinsame Ausflug ins Grüne erfolgt. Für Leute, die das Geschenk zum Muttertag vergessen haben, haben wir in einem anderen Artikel Tipps aufgeschrieben.

Sicherlich freut sich die Mutter über einen Gutschein für einen Wellnesstag oder einen exklusiven Besuch bei der Kosmetikerin. Materielle Werte stehen an diesem Tage jedoch nicht im Mittelpunkt, sondern die Zeit, welche mit der Mutter verbracht wird.

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